zeb-Finanzmarkt Round Table

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Round Table in Düsseldorf

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden „zeb-Finanzmarkt Round Tables“ war Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), zu Gast bei zeb. Mit Vorstandsvorsitzenden von Banken und Versicherungen diskutierte der Chef des IW im Industrie-Club Düsseldorf über die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Die Headline der Veranstaltung „Ist die Politik der EZB zum gegenwärtigen Zeitpunktnoch zeitgemäß?“ beantwortete Professor Hüther sehr pragmatisch, indem er diese für die Vergangenheit bejahte, allerdings für die Gegenwart und Zukunft eher kritisch beleuchtete.

In seinen Ausführungen machte Professor Hüther deutlich, dass es bei der Reform der Eurozone erneut wegweisender politischer Entscheidungen bedürfe. Die Zeiten seien rauer geworden. Das transatlantische Verhältnis sei seit Donald Trumps Präsidentschaft brüchig und die Chinesen forderten mit ihrem autoritären Wirtschaftsmodell Europa heraus. Bei diesem „zunehmenden Systemwettbewerb“ habe Europa nur gemeinsam eine Chance. Professor Hüther plädierte für ein langfristiges europäisches Investitionsprogramm, um Infrastruktur und Digitalisierung voranzutreiben. Die Geldpolitik der EZB gerate bisweilen in Gefahr politischer Einflussnahme und infolge der Banken- und Staatsschuldenkrise funktioniere diese nur eingeschränkt. So habe die Bilanzbereinigung derzeit für die Banken noch Vorrang vor der Kreditvergabe, während für die Unternehmen die Bilanzbereinigung Vorrang vor neuen Investitionen habe. „Die niedrigen Finanzierungskosten führen zu niedrigem Kostendruck bei den verschuldeten Unternehmen“, so Professor Hüther. Eine Normalisierung dieser „Übertragungskanäle“ werde allerdings durch den  Wachstumskurs des Euroraums forciert, sodass die Inflationsrate wieder steigen dürfte.    

Im Rahmen der lebhaft geführten Diskussion waren auch die „Unsinnigkeit der Brexit-Entscheidung“ sowie der Banken- und Versicherungsstandort Deutschland wichtige Themen. Hier appellierten die Teilnehmer an die Politik, das „bewährte Drei-Säulen-Modell der Kreditwirtschaft“ zu stärken, indem man Banken und Sparkassen unterstütze, damit diese bei Regulatorik und Verbraucherschutz von zu strengen Vorgaben „entfesselt“ werden.

Round Table in Düsseldorf

Der langjährige Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, John Kornblum, war Gastredner im Rahmen eines zeb-Finanzmarkt Round Tables im Industrie-Club Düsseldorf. Vorstandsvorsitzende und Vertreter von Finanzinstitutionen diskutierten im kleinen Kreis über die aktuellen transatlantischen Beziehungen. Dabei standen sowohl außen- und sicherheitspolitische Themen sowie die Handelspolitik im Vordergrund einer lebhaften Diskussion. Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten bezeichnete der Botschafter als „Zeitenwende“ und warnte Europa davor, „mit überholten Formeln“ nicht mehr weiter zu kommen. Die Staaten Europas müssten europäische Lösungen anbieten und eine eigene Politik in Angriff nehmen. Zugleich widersprach Kornblum der Annahme, die transatlantischen Beziehungen seien in Gefahr. 

Round Table in Münster

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden „zeb-Finanzmarkt Round Table“, veranstaltet von zeb, war Dr. Patrick Opdenhövel, Staatssekretär des Ministeriums der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen, zu Gast im zeb-Tower in Münster. Mit Vorstandsvorsitzenden von Banken und Versicherungen diskutierte der Staatssekretär über die Ausrichtung und die Perspektiven der nordrhein-westfälischen Finanzpolitik.

In seinen Ausführungen machte der Staatssekretär deutlich, dass man in NRW vor vielfältigen Herausforderungen stehe. Mit der Aussage „Wir wollen in Nordrhein-Westfalen den finanzpolitischen Dreiklang -konsolidieren, modernisieren, investieren- konsequent umsetzen“, beschrieb Opdenhövel zugleich die oberste Maxime der neuen Regierung unter Ministerpräsident Armin Laschet. „Der Haushalt 2018 und die schon in diesem Jahr erreichte Schwarze-Null sind ein erster Schritt in diese Richtung. Wir halten die Schuldenbremse ein, das ist unser übergeordnetes Ziel“, so Opdenhövel.

Im Rahmen der lebhaft geführten Diskussion war auch der Banken- und Versicherungsstandort NRW ein wichtiges Thema. Hier appellierten die Vorstandsvorsitzenden an die Politik, das „bewährte Drei-Säulen-Modell der Kreditwirtschaft“ zu stärken, indem man Banken und Sparkassen unterstütze, damit diese bei Regulatorik und Verbraucherschutz von zu strengen Vorgaben „entfesselt“ werden.