zeb-Finanzmarkt Round Table

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Veranstalungen mit

round table in Düsseldorf


Der langjährige Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, John Kornblum, war Gastredner im Rahmen eines zeb-Finanzmarkt Round Tables im Industrie-Club Düsseldorf. Vorstandsvorsitzende und Vertreter von Finanzinstitutionen diskutierten im kleinen Kreis über die aktuellen transatlantischen Beziehungen. Dabei standen sowohl außen- und sicherheitspolitische Themen sowie die Handelspolitik im Vordergrund einer lebhaften Diskussion. Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten bezeichnete der Botschafter als „Zeitenwende“ und warnte Europa davor, „mit überholten Formeln“ nicht mehr weiter zu kommen. Die Staaten Europas müssten europäische Lösungen anbieten und eine eigene Politik in Angriff nehmen. Zugleich widersprach Kornblum der Annahme, die transatlantischen Beziehungen seien in Gefahr.


round table in Münster


Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden „zeb-Finanzmarkt Round Table“, veranstaltet von zeb, war Dr. Patrick Opdenhövel, Staatssekretär des Ministeriums der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen, zu Gast im zeb-Tower in Münster. Mit Vorstandsvorsitzenden von Banken und Versicherungen diskutierte der Staatssekretär über die Ausrichtung und die Perspektiven der nordrhein-westfälischen Finanzpolitik.

In seinen Ausführungen machte der Staatssekretär deutlich, dass man in NRW vor vielfältigen Herausforderungen stehe. Mit der Aussage „Wir wollen in Nordrhein-Westfalen den finanzpolitischen Dreiklang -konsolidieren, modernisieren, investieren- konsequent umsetzen“, beschrieb Opdenhövel zugleich die oberste Maxime der neuen Regierung unter Ministerpräsident Armin Laschet. „Der Haushalt 2018 und die schon in diesem Jahr erreichte Schwarze-Null sind ein erster Schritt in diese Richtung. Wir halten die Schuldenbremse ein, das ist unser übergeordnetes Ziel“, so Opdenhövel.

Im Rahmen der lebhaft geführten Diskussion war auch der Banken- und Versicherungsstandort NRW ein wichtiges Thema. Hier appellierten die Vorstandsvorsitzenden an die Politik, das „bewährte Drei-Säulen-Modell der Kreditwirtschaft“ zu stärken, indem man Banken und Sparkassen unterstütze, damit diese bei Regulatorik und Verbraucherschutz von zu strengen Vorgaben „entfesselt“ werden.


round table in Düsseldorf


Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble war Ehrengast im Rahmen eines zeb-Finanzmarkt Round Tables in Düsseldorf. Im Industrie-Club Düsseldorf diskutierten Vorstandsvorsitzende und Vertreter von Finanzinstitutionen in kleinem Kreis über aktuelle finanzpolitische Fragen. Dabei standen die Weiterentwicklung der Europäischen Union, die Europäische Bankenunion, die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, der Brexit, Regulatorik und Verbraucherschutz als Themenkomplexe im Vordergrund einer lebhaften Diskussion.


zeb-Breakfast in London


In seiner Rede mahnte Felix Hufeld die Banken, die angesichts des Brexit einen Teil ihrer Geschäfte in die Europäische Union verlegen müssen, notwendige Anträge rechtzeitig zu stellen. Die Ressourcen der BaFin seien schließlich nicht unbegrenzt. Der Brexit-Prozess hake, und zwar an mehreren Fronten, so Hufeld. Noch im Frühjahr hätten diverse Auslandsbanken, mit Sitz der Europazentrale im Londoner Finanzdistrikt, freiwillig bei der deutschen Finanzaufsichtsbehörde angeklopft, um Möglichkeiten zu erfragen, inwieweit diese ihnen beim Umzug und allen damit zusammenhängenden Regularien behilflich sein könnten. Nun mahnt der BaFin-Präsident die Geldinstitute, die beabsichtigen, ihre Geschäfte in die Europäische Union zu verlagern, zur Eile. Bekanntlich müssen zahlreiche internationale Banken bei der Finanzaufsicht Lizenzen beantragen, um Zweigstellen in der EU in Tochtergesellschaften umwandeln oder dort ganz neue Einheiten aufbauen zu können. „Institute tun gut daran, Zulassungserweiterungs- oder Lizenzanträge eher früher als später zu stellen, mahnte Hufeld bei seiner Rede in London. Auch wenn die Aufsichtsbehörden zum Teil bereit seien, Übergangsregelungen zu akzeptieren, so seien dafür im Vorfeld oft viele Gespräche, Workshops und Überprüfungen erforderlich. Für alle Beteiligten sei die Situation neu. Sie müssten „den Weg, der zu gehen ist, erst noch pflastern“, sagte Hufeld. Übergangsregelungen werden - nach den Worten Hufelds - überdies immer wahrscheinlicher, da die Brexit-Verhandlungen auch nach fünf absolvierten Gesprächsrunden bislang wenig Fortschritte aufweisten.

Wenn sich Großbritannien im März 2019 planmäßig aus der EU verabschiedet, ist es internationalen Banken nicht mehr gestattet, ihr Europa-Geschäft vom Finanzplatz London aus zu führen. Von daher ist es zum Teil erforderlich, neue Einheiten in der Europäischen Union zu errichten. Allerdings sei es nicht damit getan, bloß einen „Briefkasten aufzuhängen“, warnte Hufeld. „Was wir nicht akzeptieren werden, sind leere Hüllen, in denen es nur ein Postfach und ein Telefon mit Rufumleitung nach London gibt“, bekräftige Hufeld. Der Kernbereich des Bankgeschäfts und die Kontrolleinheiten müssten sich innerhalb der EU befinden, ebenso die Geschäftsführung. Auf Dauer erwarte die BaFin vom Spitzenmanagement, dass es „mit mehr als nur einem Türschild“ in den EU-27-Staaten präsent ist, machte Felix Hufeld unmissverständlich deutlich. Auch die Auslagerung sensibler Bereiche wie dem Risikocontrolling oder der internen Revision dürfe von den Instituten nicht hintertrieben werden. „Entsprechende Kontrolleinheiten müssen innerhalb der EU-Unternehmen vorgehalten werden“, erwartet der BaFin-Präsident.